Freitag, 14. Mai 2010

3 Grundtypen des Untergangsfilms

Weltuntergang im Kino, das ist ein vielfältiges Thema, dass sehr unterschiedliche Momente beinhalten kann, die voneinander zu trennen teilweise in der Arbeit genauerer Betrachtung geschehen kann. Eine anfängliche Ordnung liesse sich jedoch schon mit nur wenig Vorwissen erstellen.
Rein logisch lässt sich das Thema in drei Unterthemen gliedern und diese Gliederung ergibt auch bei einem Versuch ihr einzelne Filme zuzuordnen einen Sinn.
  1. Verhindern der Apokalypse(z.B. "Das siebte Siegel")
  2. Sterben in der Apokalypse(z.B. "The day after")
  3. Überleben der Apokalypse und leben in der Postapokalyptischen Welt(z.B. "Mad Max")
Theoretisch wäre auch noch ein Thema: Nicht-überleben der Apokalypse und die Welt ohne den Menschen ein mögliches Thema, jedoch ist die Möglichkeit Geschichten ohne Protagonisten zu erzählen relativ begrenzt.
Unter Apokalypse ist in diesem Zusammenhang natürlich jeder Vorgang eines Weltunterganges zu verstehen und nicht nur die christlich-biblische Variante.
1. Den Weltuntergang zu verhindern kann in verschiedenen Szenarien geschehen. Hier sind religiöse, ebenso wie weltliche, natürliche wie künstliche Untergangsszenarien denkbar und auch als Film auffindbar. Vor allem in den religiösen Varianten ist nicht nur die Möglichkeit einer Weltrettung fraglich und Teil der Spannung, sondern auch die Würdigkeit der Welt auf Rettung.
2. Das Sterben als Folge des Untergangs der Welt ist mir nur in einer Variante bekannt und auch nur in wenigen Filmen. Dies sind Filme die die Folgen eines Atomkrieges zeigen und die Reaktionen normaler Leute. Hier ist mit dem Auftauchen der Atompilze am Horizont das Spiel schon zuende und dieses Ende wird dann akribisch ausgeführt. In der Zwischenzeit bietet sich der Raum an für Fragen nach der Einhaltung von Normen angesichts des sicherer Todes und nach einem menschenwürdigen Umgang mit einem bekannten Schicksal.
3. Postapokalyptische Filme gehen üblicherweise von einem Untergang der "Welt wie wir sie kennen" aus. Dies kann durch Umweltkatastrophen oder durch menschliche Technik in Form von Kriegen oder Unfällen verursacht sein. Krankheiten spielen auch immer wieder eine wichtige Rolle. Im Zentrum solcher Geschichten steht eine veränderte Welt, in der die Regeln der Zivilisation nichts mehr gelten und der Kampf ums Überleben allein schon unwahrscheinlich ist.

Samstag, 1. Mai 2010

Weltende und Apokalypse im Film

Wann wird die Welt, wie wir sie kennen untergehen und warum? Welche Strategien gibt es um zu überleben und wie wird dieses Leben aussehen? Welche Hinweise werden schon vor dem Weltuntergang auf dieses Ereignis hindeuten? Mit diesen Fragen kann man sich wissenschaftlich auseinandersetzen, auch esoterisch oder sogar prophetisch; hier jedoch soll die filmische Auseinandersetzung zum Thema werden, das dann unter anderem mit soziologischen Mitteln untersucht wird. Anlass für diese Untersuchung ist auf institutioneller Ebene ein Universitätsseminar("Endzeiterwartungen Anlässe - Träger - Folgen"), das eine Kooperation der Soziologie mit der Theologie darstellt und auch einige Spezialisten für Interdisziplinäres, namentlich Kulturwissenschaftsstudenten, aufgenommen hat.
Auf der Inhaltsebene ist der Anlass der neue Endzeittrend, der mit dem Jahr 2012 verbunden wird.
Das Seminar wird sehr unterschiedliche Facetten des Themenbereiches abdecken und hier soll nur der cineastische Ausschnitt präsentiert und diskutiert werden.
Bisher ist dies Blog ein Soloprojekt eines Studenten, aber vermutlich wird noch mindestens ein Partner dazustoßen, da im Laufe des Semesters auch ein gemeinsames Referat entstehen soll.